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Deutschland raus, Österreich raus, Bosnien-Herzegowina raus. Das Feld wurde anderen überlassen. Auch die Niederlande hat sich am Ende durchgesetzt und darf, nach hartem Kampf gegen Marokko, dem donaldinischen Großreich nun endlich den Rücken kehren und die Heimreise antreten. Die Containerschiffe sind bereits vollbeladen - mit den Caravans der zahlreichen Oranje-Fans anstelle der üblichen Container. Das wird sicher zu wieder Lieferengpässen führen, wenn die mondialen Lieferkettten erneut durchtrennt werden. Aber irgendwie eine subtil-geniale Strategie der Holländer. Auch so lässt sich verhindern, dass Waren aus den USA nach Europa gelangen, ganz ohne plumpe Strafzölle.
Italien hat sich gleich ganz rausgehalten und freiwillig auf die Teilnahme an der Fußball-WM verzichtet. Giorgia Meloni hat’s g’freut - vermeidet sie dadurch ja ein Treffen mit dem Trumpn im Weißen Haus und gerät nicht erneut in Verdacht, den Allmachtsphantasten um ein Foto angefleht zu haben. Und auch Dänemark hat rasch ein skandinavisch-kühles „nej, tak“ von sich gegeben. Nicht dass einer der Spieler plötzlich als Faustpfand für Grönland herhalten muss.
Und die Schweiz? Die hält die Fahnen weiter hoch, dort drüben am amerikanischen Kontinent - auch wenn es hübschere und weit kreativere Fahnen gibt. Denn mit der helvetischen Flagge ist's echt ein Kreuz. Die hochzuhalten ist bisweilen richtig schwierig, das schafft nicht jeder. Die Nati jedenfalls hat sich von den algerischen Ballbetretern überzeugen lassen, noch ein paar Tage in den Staaten zu bleiben und die reservierte SwissAir besser den Nordafrikanern zu überlassen. Was schlussendlich den Ausschlag gab, dass es zweimal einschlug im Tor Algeriens, ist nicht bekannt. Granit war's jedenfalls nicht. Vielleicht war’s eine Volksabstimmung, die diese Entscheidung legitimierte - oder sogar vorgab. Fakt ist jedenfalls, dass Algerien nicht nocheinmal den Heimflug verschieben wollte. Schon gegen Österreich waren sie auf Abschied aus. Doch die Alpenrepublikaner zeigten sich ziemlich unentschieden und vermieden erfolgreich den Sieg. Gegen die Schweiz gingen es die Wüstenfüchse schlauer an, diesmal vermieden sie allergisch alle algerischen Tore. Mit Erfolg, wie sich zeigte.
Und jetzt geht’s für die Schweiz gegen Kolumbien. Oder gegen Ghana. Die beiden haben sich noch nicht drauf geeinigt, wer gegen die furchteinflößende Schweiz ran muss. Erste Verhandlungsrunde kommende Nacht, moderiert durch einen unparteiischen Franzosen. Mal anberaumt auf 90 Minuten. Mit der Option auf Verlängerung. Samt anschließendem Shoot-Out, wenn bis dahin noch keine Einigung erzielt wurde. Und da wird’s dann auf jeden Fall einen Gewinner geben, ganz nach dem Highlander-Prinzip kann’s dann nur mehr einen geben. Und der andere muss gegen die Schweiz ran.
Der Nati wird’s egal sein. Die freut sich auf jeden Fall auf das Spiel. Und wer der Gegner ist, ist egal. Ob Ghana oder Kolumbien, das ist einerlei, Hauptsache Amerika.
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