******************** Zwei alte, aber wahre Anekdoten von Giggu ******************** ++++++++++++++++++++ Kurzbeschreibung ++++++++++++++++++++ Vielleicht etwas zum Schmunzeln? "Die Pflicht ruft!" "Sag ihr, ich ruf zurück!" Die Pflanzen müssen warten, mir fallen zwei Anekdoten ein und bevor ich sie wieder vergesse, wollen sie hier festgehalten werden! *************************************************** Stellt euch bitte ein ganz normales, nettes Wartezimmer bei einem Internisten vor. Es sind nicht sehr viele Stühle besetzt, weil wir "Vorzimmerdrachen" uns bemühen, die Wartezeit für die Patienten möglichst kurz zu gestalten. Eine weitere Patientin, Frau M., trifft ein. Sie ist für einen Kontrolltermin vorgemerkt und sollte (das muss ich euch jetzt leider zumuten) ihre Stuhlbriefchen zwecks Abklärung mitbringen. Die Gute ist aber ganz aufgeregt, weil sich diese Proben nicht in ihrer Handtasche befinden. Sie wühlt darin, aber es nützt nichts. Einfach verschwunden! Aber wohin? Wir beruhigen die Dame, trösten sie, dass das kein Problem wäre, wir händigen ihr auch gerne neue Briefchen aus und wir können auch einen neuerlichen Termin zur Kontrolle anbieten, zu dem sie dann bitteschön ihre "gesammelten Werke" abgeben könne. "Nein, nein, ich habe die Briefchen nicht zuhause vergessen!", teilt Frau M. uns und den wartenden Patienten, die schon etwas hellhörig geworden sind, mit. "Lassen Sie mich das kurz erklären", bittet sie. Und so erfahren wir, dass die Dame noch vor ihrem Ordinationsbesuch in der Bankfiliale vis-a-vis war, um Geld einzuzahlen. Während des Einzahlens und Wartens beim Schalter hat die Dame etwas Ordnung in ihre Handtasche bringen wollen und sich eines dieser Geldkuverts, die dort neben dem Schalter aufliegen, zunutze gemacht. Gleichzeitig aber auch zweckentfremdet, denn (ihr ahnt es sicher!) sie hat kein Geld darin gesammelt. Beim Verlassen der Bankfiliale hat sich ein Mann sehr unhöflich an ihr vorbeigedrängt, sie gerempelt, hat sich dabei aber dann kurz entschuldigt und ist davongeeilt. "Und nun stehe ich da", kichert die Patientin schon entspannter, "wollte die Dings, na, Sie wissen schon, aus dem Bankkuvert nehmen - dieses dürfte mir aber der eilige Mann vorhin stibitzt haben". Selten ist in der Ordination so gelacht worden! ***************************************************** Ehepaar N. sind Schauspieler und gehören zu unserem Bekanntenkreis. Vor einigen Jahren wurde für ein Kindermusical ein singender Zauberer gesucht und A. wurde für die Rolle engagiert. Nun haben beide N.s eine große Familie mit zahlreichen Geschwistern, Nichten und Neffen. Die Kleinen der Familie wurden zur Vorstellung eingeladen und konnten Onkel A. als Zauberer Tintifax auf der Bühne spielen, singen und tricksen sehen. Der Requisiteur hatte einen magischen Zauberstab, der Sterne sprühen und die Farbe wechseln konnte, aufgetrieben. Die Kinder staunten fasziniert, was der Zauberer damit alles bewirken und verschwinden lassen konnte, und sie verstanden auch, dass der Tintifax auf dieses magische Zauberwerkzeug aufpasste wie ein Haftlmacher*) und niemanden in die Nähe ließ. Nach der Vorstellung versammelten sich Groß und Klein der Familie in einem nahen Gasthaus und die Kinder erzählten noch aufgeregt, dass Onkel A. ein richtig toller Zauberer war. Onkel A. und seine Frau, die Tante C., freuten sich mit den Kindern. Nach der Jause schmiegte sich der jüngste, dreieinhalbjährige Neffe an Tante C. und flüsterte ihr seine Frage ins Ohr: "Wenn du ganz, ganz lieb bist zu Onkel A., zeigt er dir dann seinen Zauberstab?" Ein Schelm, der ... na, ihr wisst schon! *) Haftlmacher -> Handwerk: Haft = Heftel = Häftli = kleines Häckchen ++++++++++++++++++++ Autorennotiz ++++++++++++++++++++ Möglicherweise kommen euch, liebe Leserinnen und Leser, die G'schichterln bekannt vor."Spiele" mich gerade mit den Möglichkeiten hier und bin derzeit beim Entdecken und Checken dieser neuen Plattform. ******************** Am 4.7.2026 um 15:49 von Giggu auf StoryHub veröffentlicht (https://storyhub.de/?s=FrLhC) ********************