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Bewertung
Statistik
| Sätze: | 29 | |
| Wörter: | 1.047 | |
| Zeichen: | 6.563 |
... Heimatlos sind viele auf der Welt, heimatlos und einsam wie ich... so wohlklingend trällerte der fesche Freddy Quinn einst in tiefsten Tönen die, doch recht traurigen, Zeilen, die von Heimatlosigkeit sowie Einsamkeit erzählen. In der zweiten Strophe wird es aber durchaus wieder optimistisch, denn darin versteckt sich die frohe Kunde, dass das Schicksal in der Zukunft für ihn Freunde, Liebe, ein Zuhause und Glück bereithalten wird.
Wie viele der liebsten Storianer aus der Truppe fühlte auch ich mich noch vor wenigen Tagen etwas ausgebootet, alleine im Regen stehen gelassen und heimatlos, was unser aller, jahrelang hoch geschätzte, vertraute Schreibheimat betrifft. Weil ich diesen Zustand privaterseits leider auch in manchen Bereichen bereits zur Genüge kennenlernen durfte oder musste, war sogleich das Positivgen im Hinterkopf am zaghaften Nachgrübeln, gepaart mit ein paar aufkeimenden Ideen wie eine neue, ganz persönliche Schreibheimat entstehen könnte. Es gäbe da meinen PC-Doktor, der vieles möglich machen könnte, so schoss es mir alsbald durch die Gedanken, gedacht, nachgefragt, hurra, alles möglich, es würde auch kein Haus kosten eine kleine, feine Storianer-Seite zu basteln und betreuen zu lassen von den Besten der Besten! Jederzeit umsetzbar, wenn genügend AutorenkollegInnen ihr Interesse kundtun würden, nur als kleiner Anreiz festgehalten ...
Wärmende Energieströme durchfluteten in der Sekunde das enttäuschte Herz und liessen sofort auch Fünkchen von Hoffnung aufkeimen, dass für die ausgesprochen verzwickte Situation welche mich bereits seit den vergangenen drei Jahren privat, Rund um die Uhr, bis zur völligen Erschöpfung, auf Trab hält, die beste Lösung am Horizont - als heller, golden funkelnder Lichtstreifen - erscheinen möge. Es war nie wirklich leicht, doch was das Leben in den besagten drei Jahren bescherte ist wahrlich zu viel, für ein zartes Persönchen wie mich, zu tragen. Seit der großen Lebensveränderung, die auch meine liebe Frau Mama betraf, ist nichts mehr so wie es einst war. Es sollte so kommen, dass wir ein verlockendes Immobilien-Angebot erhielten, 2 kleine, nagelneue Wohnungen in einem Generationenwohnenprojekt im Wiener Umland. Nach intensiver Überlegungszeit sagten wir beide JA, was zur Folge hatte, dass Mama ihr altes Reihenhaus aufgeben musste, in dem sie über 70 lange Jahre gelebt, geschuftet, geliebt, investiert hatte und zwei komplette Haushalte übersiedelt werden mussten, inklusive einem völlig quirligen, neugierigen Welpen, den es galt in Zaum zu halten. Was für ein Unterfangen! Doch wir haben es geschafft, auch, wenn wir es kaum für möglich gehalten hatten und es schien kurzzeitig so, als dürften wir beide hier langsam ankommen, aber nur kurz, denn dann begannen sich unbeschreibliche Schmerzen in Mamas Beinen auszubreiten, die ihr zuerst nachts den Schlaft raubten, bis sie auch unter Tags zur wahren Hölle, es fühlt sich wie ein Verbrennen bei lebendigem Leib an, mutierten und die Kraft zu gehen immer mehr schwand, bis dies so gut wie gar nicht mehr funktionierte.
Da meine Intuition mir immer wieder richtige Wege aufzeigte, traute ich dem Bauchgefühl und suchte nach Experten, die eine spezielle, hochspezifische EMF-Messung in Wohnräumen durchführen. Nach der niederschmetternden Diagnose des ersten Experten rief ich zur Sicherheit noch eine zweite Expertin, eine Dipl. Ing. mit sehr teuren Profi-Geräten, die leider exakt zum gleichen Ergebnis gelangte, das die traurige Ursache von Mamas Zustand, der sich permanent verschlechtert(e), ans Tageslicht brachte. Unter ihrer Wohnung, die im EG des Hauses liegt, grenzen die Technikräume an, in denen sämtliche Starkstromleitungen, Smartmeter uvm. ihren Ausgang nehmen welche den gesamten Bau speisen. Dies baut sehr starke Magnetfelder auf, die nahezu 24 Stunden ohne Unterbrechung in Mamas Wohnung einwirken. Als ich den wissenschaftlich fundierten Messbefund per Mail zugesandt bekam, stockte mir förmlich der Atem, denn das rote Diagramm darin weist Spitzen auf, die sogar bei Laien alle Alarmglocken schrillen lassen.
Der dringliche Experten-Rat, diese gesundheitsgefährdende Wohnung besser nicht länger, als vier Stunden am Stück zu nutzen, da der Organismus ansonsten nicht mehr in der Lage sei sich wieder zu regenerieren und nach einem neuen, unbelasteten Wohnraum zu suchen, am besten Tür an Tür, damit man sich gegenseitig unterstützen könnte, wurde zum wahren Monsterunterfangen wegen der, derzeit astronomisch gestiegenen, Mietpreisen allerorts, das meine komplette Kraft & Zeit bis dato in Anspruch nimmt, sogar bis zum völligen Ausgebrannt sein führte, abgesehen davon, dass ich meine arme, einst so starke, tatkräftige Mama tagtäglich betreue, die mittlerweile zu einem schwachen Häufchen Elend, das sich fast vollständig aufgegeben hat, mutierte. Aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen wurden Monate des Weinens, des Hoffens, des Betens, der, immer neu aufkeimenden, unbändigen Zuversicht ... Jedes optimistische Zureden oder Motivieren meinerseits verhallt jedoch mittlerweile im Nirgendwo. Das hilflose Miterleben und Zusehen müssen ist schlimmer, als alles Erlebte bisher und setzt mehr zu, als mir lieb ist.
Wie liebend gerne hätte ich mich oft spontan hin gesetzt und etwas Schönes geschrieben, um mit meinen aufrichtigen Worten, wie so oft, voller Dankbarkeit die vielen Herzen der Leser zu berühren, doch war es schier unmöglich, da der sooooooo unbeschreiblich überlastete Kopf keiner Wortsilbe freien Gedankenfluss schenkte.
Es fällt mir meist nicht leicht um Hilfe zu bitten, doch wage ich dies jetzt und hier und scheue mich nicht davor Euch, meine liebgewonnenen, altbekannten, treuen Schreibfreunde um Unterstützung bei der Immobiliensuche oder auch weiterführenden Hinweisen zu bitten welche zum harmonisch gesunden Wohlfühlzuhause führen mögen - für Mama, für mich und meine kleine, goldige Fellnase Noel ... Ob dieses sich im Wiener Umland oder anderswo, beispielsweise in westlicheren Gefilden, zeigt bzw. auftut möchte ich gerne ganz offen lassen, es darf zu uns finden, so Gott will (meine e-mailadresse ist ganz am Ende meiner Biografie zu finden oder gerne telefonisch, einige von Euch kennen meine Tel.nr.).
Ich danke euch bereits im Voraus, von ganzem Herzen, fürs Lesen meiner Zeilen, die doch etwas mehr Länge bekamen, als gewollt, auch fürs treue Folgen und wertschätzende Kommentieren in unserer alten, nunmehr erloschenen Autorenheimat über all die Jahre. Es würde mich freuen, wenn wir uns noch oft und lange lesen und selbstverständlich auch in Natura in die Arme schließen dürfen ...
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